22.01.2022

Felix Tamsut im Gespräch

von Coloniacs in Nachrichten


Die fünfte Ausgabe unseres Kallendresser Podcasts beschäftigt sich mit Israel und seiner Fankultur. Das Land am Mittelmeer steht wie kein zweites für den Spagat zwischen Tradition und Moderne.

Unser Gesprächspartner Felix Tamsut beleuchtet mit uns ausführlich die einzigartige israelische Fußballlandschaft. Zwischen einer Menge Maccabis und Hapoels schauen wir auch auf eine einzigartige Kultur der Provokation in Israels Kurven. Felix ist selbst Israeli, casualaffiner Fußballfan, Journalist und Kölner.

Das Gespräch beschäftigt sich selbstverständlich auch mit Felix‘ Leben als Israeli und Jude in Köln.

Er schildert eindringlich persönliche Erfahrungen über das Aufwachsen in der umkämpften südisraelischen Grenzregion und Konfrontationen mit Antisemitismus in Deutschland und Köln.

Bei Fragen, Kritik oder Anregungen wendet euch gerne an
kallendresser-podcast@coloniacs.com

https://soundcloud.com/cns-kallendresser-podcast/folge-5-felix-tamsut-im-gesprach


31.12.2021

Hochwasser Hilfe – Update – Finale Spendenüberweisungen

von Coloniacs in Nachrichten


Nach den ersten Sach- und Geldspenden unmittelbar nach dem Hochwasser im Juli konnten wir nun, etwas mehr als vier Monate nach der Flut, die restlichen Spendengelder verteilen. Wie bereits beschrieben, wollten wir unmittelbar nach dem Hochwasser helfen, aber auch noch Beträge zurück halten, um mit Abstand kontinuierlich da zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Folgende Dinge konnten wir Dank eurer Spenden weiter anschaffen und an das Verteilzentrum Ahrtal sowie den Krisenstab in Mayschoß übergeben:

  • Motorsägen: 965,00 €
  • Bügeltische: 95,96 €
  • Wäscheständer: 75,96 €
  • Pömpel: 51,90 €
  • WC-Bürsten: 23,92 €
  • Besenstiele: 5,90 €
  • Benzinkanister: 9,99 €
  • Arbeitsleuchten: 59,00 €
  • Atemschutzmasken: 14,50 €
  • Gipserbeil: 29,00 €
  • Stahlhaken: 78,64 €
  • Spachtel und Meissel: 73,60 €
  • Kehrblech-Garnituren: 41,88 €
  • Wäscheklammern: 17,88 €
  • Plastikboxen: 186,80 €
  • Akkuschrauber: 499,95 €
  • 3er-Steckdosen: 59,90 €
  • Kabeltrommeln: 287,94 €
  • Hochdruckreiniger: 509,97 €
  • Nass-Trocken-Sauger: 225,18 €
  • Bürsten/Kämme: 91,97 €
  • Pflaster: 21,38 €
  • Rasierer: 23,74 €
  • Windeln: 129,75 €
  • Waschmittel: 99,40 €
  • Putzmittel: 206,44 €
  • Toilettenpapier: 58,49 €
  • Küchentücher: 28,03 €
  • Staubsauger: 345,08 €
  • Suppenschalen, Besteck, Becher: 104,39 €

Gesamt: 4.421,54 €

Zudem haben wir 9.355,57€ an den Helfershuttle überwiesen, der sich seit Tag 1 darum gekümmert hat, freiwillige Helfer in die Gebiete zu bringen und die Spenden an Menschen und Projekte verteilt, wo Hilfe am Nötigsten gebraucht wird.

9.355,05€ haben wir außerdem an den Krisenstab Mayschoß überwiesen. Die ehrenamtlichen Helfer sind seit der verheerenden Flut unermüdlich im Einsatz, um ihr Dorf wieder aufzubauen und Familien beim Wiederaufbau zu unterstützen.

Damit sind alle bei uns eingegangen Spenden – Insgesamt: 53.071,83 € – verteilt und das Spendenkonto ist nun erstmal geschlossen.

Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern!

Coloniacs im Dezember 2021


10.11.2021

Pflegeaufstand jetzt!

von Coloniacs in Nachrichten



08.11.2021

Warnstreik im Gesundheitswesen!

von Coloniacs in Nachrichten


Nachdem zu Beginn der Pandemie die viel zitierten „systemrelevanten Berufe“ unter dem Lupenglas betrachtet (und beklatscht) wurden, sind die Heldinnen und Helden von gestern inzwischen fast vollständig vom Radar der Öffentlichkeit verschwunden. Aus diesem Grund solidarisieren wir uns als Gruppe mit den Menschen, die immer noch tagtäglich den Karren aus dem Dreck ziehen und deren Stimmen kaum noch Gehör finden.

Lasst sie nicht alleine im Arbeitskampf und supportet sie auf allen Wegen, die euch möglich sind!

Der Warnstreik startet am 9.11.21 um 9 Uhr am Bettenhaus der Uniklinik Köln.


08.11.2021

Aktuelle Situation

von Coloniacs in Nachrichten


Nachdem sich bereits die Südkurve 1. FC Köln zum Stand der Dinge äußerte, wenden wir uns nun an alle FC-Fans, die an unseren Worten interessiert sind. Es sollte jedem klar sein, dass eine Rückkehr in die Kurve derzeit unser größtes Ziel ist. Es sollte aber ebenso bekannt sein, dass wir diesen Schritt nicht vollziehen werden, wenn dabei unsere Prinzipien über Bord gehen.

Es gab sicherlich Zeiten, in denen unsere Bereitschaft für Zugeständnisse höher war. Über die Jahre hinweg mussten wir uns jedoch immer weiter verbiegen, um überhaupt noch ein Stadion von innen zu sehen. Spieltagszerstückelungen, Sicherheitspapier und 9-Punkte-Plan sind da nur wenige von vielen Beispielen. Allein an der Ticketpreisgestaltung lässt sich aufzeigen, dass man schon vor Corona einen Scheiß auf Fußballfans gegeben hat. Als alle Welt kurz nach Pandemieanfang davon sprach, dass sich der Fußball „verändern“ und „demütig“ zeigen müsste, war man im Hintergrund schon wieder dabei eine „Stadionallianz“ zu gründen und den Fankurven das Upperclass-Benimmregelwerk mittels 3-Stufen-System überzustülpen. Auch wenn diese Dinge nicht direkt mit den aktuellen Einschränkungen in Zusammenhang stehen, spielen die daraus gewonnenen Erfahrungen eine Rolle in unseren Entscheidungen. Es sind nun mal dieselben Leute und Institutionen, die diese Dinge zu verantworten haben und denen man jetzt glauben muss, dass die getroffenen Maßnahmen nach der Pandemie wieder zurückgenommen werden. Es sind auch dieselben, die jetzt, da der Rubel wieder rollt, nicht mal mehr wissen wie man „Veränderung“ und „Demut“ buchstabiert.

Wir können also nicht so tun, als wäre nichts gewesen, zeigen eine App oder Ausweis am Eingang vor, nur um für die Folklore zu sorgen und uns damit noch mehr zum Teil des „Produkts“ zu machen, als es schon vor Corona der Fall war. Darüber hinaus sehen wir es auch nicht mehr ein uns noch mehr einzuschränken, um mit angezogener Handbremse den Spaßclown zu spielen, wenn es gut läuft und den Bösewicht, wenn mal wieder was passiert ist. Natürlich sehen wir, dass die derzeit geltenden Maßnahmen nicht das neuste Ergebnis irgendwelcher Träume von kranken Sicherheitsfanatikern sind, sondern im Rahmen der Pandemie wohl ihre Berechtigung haben. Wir sehen aber auch die Gefahr der Normalisierung von personalisierten Einlasskontrollen, auch über die Corona-Zeit hinaus – ein Umstand gegen den wir uns immer gewehrt haben, wegen welchem seinerzeit sogar der Fanclub Dachverband (Vorläufer der Südkurve 1. FC Köln) ins Leben gerufen wurde.

Den Fußball als Volkssport zu erhalten, ist seit langer Zeit unser Ideal. Als Volkssport kann er aber nur funktionieren, wenn er für alle zugänglich ist – dies wiederum ist mit der aktuellen Regelung nicht der Fall. Wir wissen, dass Corona keine Micky-Maus-Veranstaltung ist, auch ohne uns unter die ganzen Hobbyvirologen zu mischen. Das äußerte sich schon in unserer Kritik, den Ligabetrieb aus finanziellen Gründen viel zu früh aufzunehmen sowie in Form einer entsprechend hohen Impfquote in den eigenen Reihen. Fernab von jeglichen ideologischen Hintergründen und esoterischem Geschwurbel, haben wir aber auch über die Jahre gelernt, wie man in einer Gemeinschaft mit unterschiedlichen Ansichten umgeht. Ausgrenzung ist bei ganz anderen Geschichten schon nicht unser Ding gewesen.

Fast jede Woche wird kontrovers in den einzelnen Gruppen diskutiert. Natürlich ist es ärgerlich, dass man die sportlich attraktivste Saison seit längerem bisher nur vor dem Stadion erlebt hat. Dennoch sind wir nicht bereit heute etwas anzunehmen, was morgen schon zur „neuen Normalität“ werden könnte oder Übermorgen aufgrund einer veränderten Pandemie-Lage bereits wieder obsolet ist. Daher warten wir die Entwicklungen ab und werden erst dann ins Stadion zurückkehren, wenn wir vollends vom Gesamtpaket des Spieltagablaufs überzeugt sind. Bei allen Entscheidungen ist und bleibt uns allerdings wichtig, dass sowohl die Ultras als auch die Südkurve 1. FC Köln an einem Strang ziehen. Wir wollen keinen auf der Strecke lassen und möchten mit allen FC-Fans, die am sachlichen Austausch interessiert sind, im Dialog bleiben. Möglichkeiten hierzu gibt es ausreichend.

ULTRAS 1. FC KÖLN


Vor »